Bevor ich über Seattle berichten kann, kommt erst der Grenzübertritt... war ja fast noch schlimmer als in Bolivien:
Halbe Stunde im Stau vor dem ersten Counter warten. Verkehr wird blockweise abgefertigt.
1. Beamter: Schaut die Pässe an, aha Schweizer, also mit einem unlesbaren Post-it zum nächsten Beamten.
2. Beamter: Schaut das Post-it an, geht dort durch die Glastür, Linie B.
Bei Linie B 20 Minuten anstehen...
3. Beamter Format typisch American Style (+ grüner Kaugummi kauend): schaut die Pässe, aha ESTA schon zu Hause ausgefüllt, Nachbar muss erklären, wo und wie die ESTA Informationen zu finden sind (dauert etwa so lange, wie die Infos über uns neu eingeben). Rechte Hand, rechter Daumen, dito linke Hand auf Scanner drücken, Augen in Kamera - Kaugummi kauen - aufstehen Formular holen, bedrucken, falten, in Pass tackern, next Person dito - Kaugummi kauen - auf stehen weiteres Formular holen (wir waren ja schon von Anfang an drei Leute, aber man darf ja nicht zu schnell sein, sonst braucht es einen ja nicht mehr) warten - endlich: Go to Counter Cashier mit drei zusätzlichen gestempelten Zetteln.
4. Beamter=Cashier: Wir sollen uns auf die Bank setzen zum Warten - es sitzen schon ziemlich viele Leute auf der Bank - warten eine Viertelstunde, der Cashier hat endlich seine Dollars gebündelt und ist bereit, die 6 $ pro Zettelchen zu kassieren. Post-it wird nochmals gestempelt und visiert. Go to...
5. Beamter bei der Ausfahrt: Nimmt Post-it entgegen, endlich alles ok...
Das Ganze wirkt irgendwie provisorisch, aber wer weiss was passiert wäre, wenn wir einen Schritt nicht mitgemacht hätten... Nun denn, wir waren in Seattle angekommen.
Anmerkung nach der Wiedereinreise: Den eingetackerten Zettel nahmen wir nach Wiedereinreise nach Kanada selber heraus.... Wozu überhaupt einen rein tackern... Ach ja, die Arbeitslosenrate soll auf ein Minimum sinken ;-)
Nun zuerst nach Seattle: Das Wetter zeigte sich von der trüberen Seite. Sie hätten jetzt fast einen Monat heiss gehabt - henu, für eine Stadtbesichtigung nicht unangenehm.
Am nächsten Tag war Stadtrundgang angesagt:
Was da alles am Pike Place Market angeboten wurde. Ein Touristenmagnet war der Fischstand. Der Verkäufer vorne am Tisch ruft nach hinten, welchen Fisch er ausstellen will, der Fisch kommt geflogen vom Kollegen hinter der Theke. Heute machen sie das nur noch für die Touristen...
Hier mal ein Strassenkünstler in "Kupfer":
Im April 1971 eröffneten die Studienfreunde Gerald Baldwin, Gordon Bowker und Zev Siegl aus San Francisco am Pike Place das Kaffee-, Tee- und Gewürzgeschäft, Starbucks Coffee, Tea and Spice. Den Namen wählten sie in Anlehnung an den Steuermann "Starbuck" aus Herman Melvilles Roman "Moby Dick". Bis 1981 wurden weitere drei Filialen in Seattle eröffnet. Noch heute ist der Hauptsitz von Starbucks in Seattle. Wie übrigens auch der Hauptsitz von Amazon, Microsoft und Boeing (davon mehr Infos später).
Ein modernes Kleidergeschäft brauchte für seine 5 Schaufenster diese Dekoration:
Ja, man sieht richtig, da sind alles alte Nähmaschinen. Und als ich hinein ging, waren auch alle Seitenwände voll!
Nächstes Bild ohne Kommentar ;-)
Ein Muss war der Besuch der Bill & Melinda Gates Stiftung, die sich für jegliche Unterstützung im eigenen Land und in der dritten Welt einsetzt, sei dies für eine gute Grundausbildung, hygienischere WC Anlagen, Impfungen... Eine gute Sache!
www.gatesfoundation.org
Für die Besucher stehen viele interaktive Posten zur Verfügung:
Das EMP (Experience Music Projet) gestiftet von Paul Allen (Mitbegründer von Microsoft) ist ein Museum für Pop Musik. Es ist allein schon von aussen schön anzusehen - ein weiteres Gehry Projekt.
Bild aus Wikipedia aus der Luft:
Glasskulpturen
Und natürlich die Space Needle, doch auch schon bereits aus dem Jahre 1962:
Für den nächsten Tag hatten wir Tickets für die Boeing Tour "Future of Flight". Dabei durfte man natürlich keine Fotos und Videos machen... Auf dem Internet sind aber ziemlich viele zu finden:
Wir waren in den Hallen, in denen die 747, 777 und 787 (Dreamliner) zusammen montiert werden. Äusserst spannend!
Die Besuchergalerie:
Vorderrad eines 777:
Captains am Steuer einer alten Maschine:
Leeres Teilstück des Dreamliners:
Ausserdem machten wir bei einer Untersuchung über Flugzeugkabinen und Sitze mit...
Eine Auswahl aller Boeings en miniature:
Es gäbe ausserdem auch Boeing Möbel, denn als der 2. Weltkrieg vorbei war, konnte Boeing keine Flugzeuge mehr an das Militär liefern und musste sich anderweitig orientieren.
Nicht weniger spannend ging es auf der Besucherterrasse zu und her. Dies sind die bereits fertigen Boeings, die bald ausgeliefert werden.
Grün sind die Flugzeuge, die noch nicht in der Malerei waren. Einzig das Ruder wird bereits in den neuen Farben montiert.
Diese Maschine 777 ging auf Probeflug:
Und diese 787 Dreamliner wurde gerade ausgeliefert an United Airlines:
Testflug 737 kam zurück und startete durch:
...und action...
Und am Schluss des Tages ein feines Znacht im Outback Steakhouse:
Natürlich mussten wir uns auch den Visitor Center von Microsoft anschauen.
Die Gründungsmitglieder:
Tablets und Laptops:
Phones und Windows 8 auf diversen Geräten:
Testen eines Tablets mit Tastatur Cover, wer weiss, vielleicht schafft ja mein Arbeitgeber welche an...
Selbstverständlich standen auch die X Box 360, Kinect und Pixel Sense Tablet zur Verfügung, die hatten natürlich Games geladen, was uns weniger interessierte und zeichnen, skypen, bingen...