Montag, 30. September 2013

Im Zug von Bandung nach Yogyakarta

Bandung Bahnhof


Wir verabschieden uns von Beti, die uns noch bis zu unseren Plätzen im Zug gebracht hat. Die Rampe rechts ist auch mit unseren Rollkoffern nur mit Anlauf zu bewältigen. Dafür steht eine hübsch lächelnde Zugbegleiterin bereits da, damit wir nicht den falschen Zug erwischen.



Wir reisen in der "Eksekutif-class". Dann gäbe es noch die "Business-class", ein richtiger Touristenzug also.


Die Fahrt führt durchs Gebirge mit malerischen Reisterassen und kleinen Örtchen, später wird es flach und Landwirtschaft und Dörfer wechseln sich ab.



Schnappschuss im Sportmodus ;-)






Nach 8 Stunden Fahrt erreichen wir Yogyakarta, wo wir von unserem neuen Reiseleiter erwartet werden. Er begrüsst uns mit einer Orchidee zum Anstecken!







Freitag, 27. September 2013

Angklung in Bandung

Angklung? Zwar nicht Klung, aber Klang, also Musik! Und zwar ist das ein typisch indonesisches  Bambusinstrument, das durch Schütteln den Ton erzeugt.

angklung.jpg

Es stammt wahrscheinlich aus der Jungsteinzeit. Wir besuchten eine Vorstellung der Angklung Schule in Bandung, die "Saung Angklung Udjo":


Zuerst gab es ein "Kasperlitheater", bei dem wir nicht draus kamen, da wir ganz einfach nichts verstanden und die Mimik der Figuren in der Ferne nicht lesen konnten... Dafür zeigten sie uns anschliessend, wie der Puppenspieler eingepfercht die Figuren und den Backgroundsound mit Hand und Fuss bediente.


Danach kamen verschiedene Auftritte von Kindern beim Tanz begleitet vom Angklung und Gamelan (Xylo-, Metallophon und Trommel) Orchester.










Danach kam unser Auftritt:



Echt! Und das erst noch mit ansprechendem Resultat!
Also - em - zusammen mit dem ganzen Publikum wurden wir Schritt für Schritt angeleitet unseren Ton dann zu schütteln, wenn der Dirigent den mit Handzeichen auch zeigte. Ich staunte nicht schlecht, als der Dirigent mit unseren Do Re Mi Handzeichen kam - er habe das von einem Holländer gelernt! Das machte grossen Spass und tönte wirklich gut!


Donnerstag, 26. September 2013

Tangkuban Perahu Crater und Ciaters heisse Quellen

Java macht immer wieder Schlagzeilen durch seine Vulkane oder zumindest den damit zusammenhängenden Erdbeben. Deshalb wollen wir auf dieser Reise auch die Vulkane etwas unter die Lupe nehmen. Heute ist der Tangkuban Perahu Krater an der Reihe, der sich oberhalb von Bandung befindet. Er verfügt über mehrere Krater, deren zwei kann man besichtigen, einem durfte man wegen der giftigen Dämpfe nicht zu nahe kommen. Das halten wir freiwillig ein.





Da es sich bei diesem Vulkan um einen "Drive-in" Vulkan handelt, man kann also bis an den Kraterrand fahren, sind die Souvenirstände in riesiger Zahl vorhanden. Angenehm ist, dass wir kaum angequatscht werden. Viele dieser Gegenstände hätten in unserem Koffer gar nicht Platz oder sind verboten einzuführen.


In den Flaschen ist Schwefelsand, als Beigabe ins Badewasser sei das sehr gesund, die Hölzchen sind Medizin von Büschen, die da oben wachsen.



Eine hübsche Bambusbrücke führt über ein kleines Bächlein.


Das ist Beti unsere nette Reiseleiterin, die an der indonesischen Goethe Schule Deutsch gelernt hat.


Vulkanboden ist bekanntlich sehr fruchtbar. An den Hängen des Vulkans wird Tee angepflanzt.


Zum Vulkanismus gehören auch heisse Quellen. Wir besuchen die Ciater natural hot springs und baden im 42 Grad heissen Wasser. Wo sind die Badenden?


Schon wieder draussen, es ist dermassen heiss, dass man freiwillig nur kurz eintaucht und grad wieder raus kommt.


Dafür bestaunen wir den schönen Garten.




Das nächste Bild einer hübschen kleinen Moschee kostete uns, wie so manches andere Bild auch, ein Trinkgeld von ca. 10 Rp. Praktisch alle Parkplätze oder Aussichtspunkte werden von einem "Watcher" betreut, dem gibt man bei Abfahrt ein kleines Entgelt. Es ist in dieser Region nicht üblich anderswo anzuhalten.


Apropos Moschee: Zur Zeit wecken uns jeden Morgen sicher etwa 4 Muezzine um 4 Uhr. Entweder verfügen die heute über bessere Lautsprecher oder es hat ganz einfach viele Moscheen um unser Hotel. Aber an Schlaf ist dabei kaum zu denken!

Mittwoch, 25. September 2013

Jakarta - Bogor - Puncak Pass - Bandung

Wir verlassen die 12 Millionenstadt mit ihrem hektischen Verkehr. Es geht in Richtung Bogor. Eigentlich hat man immer das Gefühl, durch ein Dorf zu fahren, so dicht besiedelt ist das Land. Das Bild ist immer dasselbe: Das Leben findet an der Strasse statt. Das betrifft das Essen wie auch die Handwerker.



Händler meist derselben Sorte säumen jeweils einen Strassenabschnitt, beispielsweise Töffpneus, Schreiner oder Steinmetze.



Dieser verkauft hölzerne Paprika Schoten, die man früher zum Alarmieren brauchte.


In Bogor besuchen wir den berühmten botanischen Garten.

Rote Palme

Fächer Banane, die keine Bananen trägt, nur deren gleiche Blätter.


Lauschige Spazierwege.

Die Liebe zum Detail der holländischen Erbauer.


Taro


Maniok


Kakao


Palmnüsse


Rattan


Der Garten ist ja nicht soooo gross, da reicht eine Giesskanne...


Ein zahmer Flughund - Haustier eines Gärtners.


Bambus


Schwarzer Bambus





Kakteengarten


Orchideengarten




Sobald wir in höher gelegene Gegenden kommen, wird Gemüse angepflanzt und Tee.



Bandung schlussendlich liegt auf 700 m ü M und ist die drittgrösste Stadt auf Java. Gemäss unserer Reiseführerin Beti sei diese Stadt weniger hektisch. Aber der Arbeitsverkehr am Morgen und am Abend sind absolute Katastrophe. Chaos pur mit Autos und Töffs. Da lehnen wir uns friedlich im Fond des klimatisierten Autos zurück und lassen unseren Fahrer schwitzen. Zu Fuss machen wir uns aber nach Ankunft im Hotel wieder auf die Socken und lassen uns vom Geschehen treiben.







Die Aussicht aus dem Zimmer lässt sich auch sehen:



Dies ist das sogenannte ungeplante Städteentwicklung, praktiziert von den Armen in ihrer Landflucht. Für 007 ein Paradies zum Dächerlaufen, für die Armen bleibt die Hoffnung auf Reichtum meist mangels Ausbildung unerfüllt.