Samstag, 3. Januar 2015

la Difunta Correa


Wir besuchten heute den skurrilsten Wallfahrtsort der Welt. Sonntag für Sonntag segnet ein Priester die Motoren von x Autos, die mit hochgeklappten Hauben ebenso erwartungsvoll da stehen wie ihre Besitzer.
Warum: Man erzählt sich die Geschichte der Frau eines Gauchos, die 1841 starb. Da Difunta Correa - "Die verstorbene Correa". Sie suchte hochschwanger in der Wüste von San Juan ihren in den Zivilkriegen verschollenen Mann. Sie gebar unterwegs, starb, doch das Kind überlebte an ihrer Milch spendenden Brust.




Diese vom Volk zur Heiligenlegende erhobene Geschichte rührt das Herz der Argentinier. Die Kirche tut sich schwer, hat aber gegenüber der Stätte eine kleine Kirche erbaut um dem Ort noch ein wenig religiöse Authentizität zu verleihen.


Correa heisst auf spanisch aber auch Keilriemen und difunta sind eben kaputte Keilriemen. Und das hat den Autokult erst richtig angekurbelt. Es werden jegliche Autoteile (Nummern, Blinker, Steuerräder...) geopfert. Die roten Bänder sind Automarkenbänder, die Glück bringen sollen.




All die Häuser sind Miniaturen des eigenen realisierten Eigenheims, man dankt der Difunta Correa für das Glück, das sie gebracht hat.





Eine richtige Opferstätte, man betet, zündet Kerzen an... Einige - wir haben einen Mann beobachtet - bemühen sich kniend die vielen Stufen zu der Opferstätte hinauf, ständig etwas vor sich hin murmelnd... Unglaublich!

Unten hat es wie immer bei den Sehenswürdigkeiten auch Souvenirstände - auch für die Gauchos ist gesorgt.







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