Montag, 12. Januar 2026

Bon Ma Thuot - Kon Tum - Kham Duc - Dong Giang

Die nächste Tagesetappe ist 220 km lang und führt mehrheitlich durch Plantagenland.



Boxenstopp - zu lange Beine?!


Und hier ist meiner...


...der Weg zum WC führt über die Kaffeebohnen, die zum Trocknen ausgebreitet sind. Nächstes Mal, wenn ich in meiner Nespresso vietnamesischen Kaffee raus lasse, werde ich dran denken, dass ich da vielleicht schon mal mit meinen Schuhen zum WC (und zurück...) drüber spaziert bin...
In Kon Tum bleiben wir zwei Nächte, um uns von der langen Etappe auszuruhen.
Am Morgen geniesst ausser mir noch jemand anderes die warme Sonne.


Zum Homestay gehören ausser diesem Dackel auch drei kleine Hunde....


Auf unserem Balkon... auch nichts für lange Beine.


Auf dem Markt in Kon Tum decken wir uns mit Handschuhen und Socken ein. Die Temperatur liegt zur Zeit in der Nacht bei 14° und steigt tagsüber noch auf 29°, der Wind bleibt kalt, ähnlich wie bei uns die Bise. Eine Schicht wärmer angezogen geht's weiter in den Norden.



Ein erster Halt gilt dem Phoenix Airport, einem Flugplatz der Amerikaner und der Armee der Republik Vietnam aus dem Vietnamkrieg ab 1962. Heute ist er teilweise bedeckt und Plantage oder er wird zum Trocken der Ernte genutzt. hier werden die Hülsen der Kaffeebohnen in Säcke abgefüllt.



Besenherstellung. Auch sie werden am Strassenrand getrocknet.




Die Fahrt geht stetig bergauf, die Strasse wird schlechter, in den Schlaglöchern hätte ein Rad des Rollers problemlos Platz! Wir sind bereits froh um die zusätzlichen Socken und Handschuhe. Auf dem Deo Lo Xo Pass sind wir auf 1100 müM. Hier ändert sich die Vegetation. Die Berghänge sind zu steil, um sie zu bebauen - endlich wieder Primärwald. Und Wasser hat es ebenfalls jede Menge. Wir begegnen mehreren Wasserfällen.




Vor über einem Monat hatte Vietnam starke Regenfälle und in der Folge viele Überschwemmungen und an den Hängen massive Erdrutsche. Noch heute sind Bagger an der Arbeit zum Beheben der Schäden. Ganze Leitplanken sind weggedrückt und der Belag hat arg gelitten.



Auf ca. 400müM gibt es wieder Plantagen und Reisfelder.





Kham Duc - ein Spaziergang durchs Dorf. Sieht noch gluschtig aus. Heute zum Znacht?


Hier hat eine Hochzeit statt gefunden. Die leeren Bierbüchsen wurden einfach unter die Tische geworfen - und diese Menge...


Bergfrau unterwegs in der "Stadt" auf dem Markt.


Cho heisst Markt




Znacht holen - heute gibt es Banh Xeo, eine Pfannkuchenart mit Meerestier- und Sojasprossenfüllung und viel Kraut und Nudeln.


Waschstation des Restaurants


Am nächsten Tag geht's weiter durch die vietnamesischen Berge nach Dong Giang. Die Etappe ist nur kurz, es sind gerade mal 92km, dauert aber gemäss google maps gut 2h. Auf und ab windet sich die Strasse durch die Berge. Mal sind wir auf 400müM und folgen einem Flusslauf im Talboden, danach geht's hinauf bis 800müM und wieder in Serpentinen runter ins nächste Tal - Fahrspass garantiert und durch wunderschöne Gegend. 










Kurz vor diesem Bild lag eine gut 1.5m lange, gemäss google Rotnacken Ringelnatter auf der Strasse an der Sonne. Sie ist wahrscheinlich gleich erschrocken wie ich,fühlte sich bedroht und richtete sich gegen mich auf, zum Glück war der Töff schneller. Sie ist nämlich sehr giftig!
Sobald das Gelände es zulässt, wird grossflächig Holzwirtschaft betrieben. Primärwald weg, schnellwachsende Bäume gepflanzt, die nur so dünne Hölzer hergeben und die Böden erodieren lassen.



In Dong Giang angekommen beziehen wir das Homestay und geniessen die warmen Sonnenstrahlen. Es ist nämlich tagsüber nur noch 20° in den Bergen.


In fast allen Dörfern der Region gibt es ein Gemeindehaus, 



Freitag, 9. Januar 2026

Ho Chi Minh Trail - Gia Nghia - Bon Ma Thuot

Schwergewicht der 2. Runde ist der, heute bei Motorradfreaks bekannte Ho-Chi-Minh-Pfad, ehemals strategische Versorgungsroute während des Indochinakriegs und des Vietnamkriegs. Die erste (Monster-) Etappe (220km) führt jedoch erst mal aus der Stadt raus, das heisst 2h durch das bekannte vietnamesische Töff-Auto-Lastwagen-Gewusel, immer im Fluss mit allen VerkehrsteilnehmerInnen.


Der Verkehr wird ruhiger, die Gegend ist weniger bebaut, laaaangsam wird die Gegend natürlicher - ein Stausee.


Erste historische Sehenswürdigkeit ist die Song Be Bridge, welche von den Franzosen erbaut wurde, um die Erträge der Plantagen (Kautschuk, Früchte und Gemüse) abtransportieren zu können, und von den Amerikanern zerstört wurde, um die Versorgung des Südens durch Kriegsmaterialien zu unterbrechen.



Uns fällt auf, dass es kühler wird. In Gia Nghia angekommen ist das Thermomenter bereits unter 20° gefallen - brrrrr! Ab unter die warme Dusche.
Wärmer angezogen geht's am nächsten Tag weiter, eine kürzere Etappe, lediglich 120km.


Heute Morgen ist es gerade mal noch 14°! Eine Schicht Kleidung mehr und geschlossene Schuhe sind angesagt. Ein beissender Wind weht, teilweise sehr böig und meist gegen uns. Das ist ziemlich anstrengend zum Fahren. Zum Glück ist die Etappe kürzer. Mir fällt es schwer gleichmässig zu fahren und die Böen verweisen ziemlich. Die Vegetation verändert sich, hier hat es sogar Nadelwald!



Kautschukplantagen


Kaffee ist bereits geerntet und trocknet.


Wir sind jetzt da, "wo der Pfeffer wächst"!



Auch Pfeffer wird getrocknet.


Viele einfache landwirtschaftliche Fahrzeuge mit unterschiedlichster Ladung sind unterwegs.


Up and down über Plantagenhügel.


Und zu guter Letzt noch einmal eine Brücke, die Serepok Bridge, diese wurde ebenfalls von den Franzosen errichtet, die Amerikaner haben sie im Krieg lediglich besetzt.


In Bon Ma Thuot haben wir ein Zimmer mit wunderbarer Aussicht auf die Hauptstadt der Region.


Ach ja und dann sind wir noch der "Made in Vietnam" begegnet!


E Guete!