Sonntag, 30. Dezember 2018

Sihanoukville - oder ein weiteres Little China

Eines vorneweg: Das Sunset Guesthouse, in dem wir drei Tage relaxen, ist immer noch unter gleicher Führung, einem holländischen Ehepaar. Die Anlage, das Restaurant, der dazu gehörende Strandabschnitt sind nach wie vor schön.









Aber ausserhalb der Hotelanlage ist der Einfluss der chinesischen Investoren allgegenwärtig. Das Töffli mieten ist bereits die erste Herausforderung. Detlef, der uns letztes Jahr das Motorrad vermietet hatte, ist mit seiner kambodschanischen Partnerin weggezogen. Im Dorf sind jegliche Buden weg, die Chinesen haben ALLES übernommen, ziehen Hochhäuser hoch und bauen um, stocken auf und bringen ihre Landsleute her, welche die Läden, die Kasinos, die Restaurants... betreiben.



Ein einheimischer Fährenticketverkäufer nahm M. mit sich aufs Töffli und klapperte jegliche Adressen ab, die er kannte. Zu guter Letzt fand sich im Hinterland vom Otres Beach eine ältere Frau, die noch ein Motorrad hatte für 5$ pro Tag gegen den Pass...
Es entsteht wirklich ein little bis New China in Sihanoukville. Fahrzeuge, Imbissbuden, Krankenstationen, Restaurants... ALLES ist chinesisch angeschrieben. Wir glauben gar eine neue Schule entdeckt zu haben, wahrscheinlich auch für die Kinder der neu hier arbeitenden Chinesen... Die Preise haben sich verdreifacht. Wir können gerade mal noch den Preis in Dollars lesen.


Vorne im Bild die Bretterbuden, in denen die Bauarbeiter wohnen.


Solcher Resorts sind geplant. Und nicht nur eines!




Sogar die Tuktuks sind nur noch chinesisch angeschrieben.





Wo heute noch die Kühe weiden, werden schon nächstes Jahr Hotelbunker und Kasinos stehen.


Wir waren vor einem Jahr schon da und kennen das schmucke Sihanoukville nicht wieder. Tramper sehen wir kaum noch welche, dafür jegliche Gruppen von Chinesen, oder zumindest deren Luxusautos... Wahnsinn im wahrsten Sinn des Wortes, Ausverkauf der Heimat... und das in einem unbeschreiblichen Tempo, das nur die heutige Zeit möglich machen kann.
Geniessen wir die paar Tage im Sunset Guest House, es werden unsere letzten hier sein. Nichts wird mehr sein wie es war...

Nichtsdestotrotz: Wir geniessen unseren Sundowner am Beach.










Samstag, 29. Dezember 2018

Ha Tien - Grenzort vor Kambodscha

Eine letzte Übernachtung in Vietnam, im Riverhotel. Unser Zimmer gibt uns das Gefühl eines Kapitäns in seinem Führerstand.


Abends spazieren wir dem Ufer entlang, wo noch einiges los ist, Musik, Markt- und Essensstände, diese bieten vorwiegend Meeresgetier an.





Am nächsten Morgen bringt uns ein Taxichauffeur an die Grenzstation, wo uns bereits der kambodschanische Fahrer in Empfang nimmt. Die Formalitäten gehen recht schnell, das Visum haben wir bereits in der Schweiz beantragt. Ein Gesundheitscheck gehört auch dazu, internationalen Impfausweis zeigen und da M. keinen dabei hat, muss er 1$ bezahlen, mein Ausweis wird nur kurz durchgeblättert. Darin sind eh nicht alle Impfungen aktuell... Kurz nach der Grenze steht bereits das erste Kasino. Kambodscha verbietet nur den Einheimischen das Glücksspiel und der Tourismus mit den Chinesen boomt in Kambodscha wahnsinnig - weitere Infos folgen zu diesem Thema in einem nächsten Blog.


Die Strasse ist ziemlich übel, zumindest bis zur Abzweigung, wo es nach Phnom Penh geht. Unterwegs sehen wir wieder die überfüllten Busse mit all ihren abwechslungsreichen Lasten.




Freitag, 28. Dezember 2018

Mekong Delta: Ho Chi Minh City – Cai Be (Floating Market) - Can Tho - Cai Rang (Floating Market)


Unterdessen ist der Transfer nach Kambodscha organsiert und so holt uns der Fahrer pünktlich beim Hotel ab. Wir fahren die mehrspurige Hauptstrasse mit abgetrennten Fahrbahnen für den Langsamverkehr, sprich Motorräder, in Richtung Südosten.


Ein Halt ist in Cai Be geplant, wo wir den schwimmenden Markt und die Insel An Binh besuchen. Auf dem schwimmenden Markt läuft nicht mehr viel, dafür sind wir zu spät. Aber die Fahrt durch die engen Kanäle lohnt sich sehr, weil es an den Ufern vieles zu bestaunen gibt.







Das sei eine sogenannte Wasserkokosnuss.


Schlammspringer


Auf der Insel An Binh besuchen wir erst eine folkloristischen Show mit kleinem Schauspiel und typischer Musik. Serviert wird uns dazu ein feiner Fruchtteller und Grüntee.




Auf der Insel An Binh wird uns die Herstellung von Reispapier gezeigt. Das ist eine zerbrechliche Platte aus einem Reis-Mehl-Kokos-Gemisch. Schmeckt übrigens sehr!



Herstellung von Kokoscaramels:




Reisschnaps mit 40 % Alkoholgehalt.


Spezielles Produkt: Eine im Schnaps eingelegte Kobra... den Schnaps kann man...


...degustieren...

...und kaufen!


Zu guter Letzt folgt noch die Herstellung von Reis-Popcorn, oder eben Reiswaffeln. Der Sand wird erhitzt, der Reis beigefügt und ständig gerührt, bis die Körner explodieren und danach werden sie zu den Waffeln zusammen geklebt.




An den Bambusstangen am Bug der Schiffe kann man sehen, was angeboten wird.


Die Marktschiffe sind Wohnung und Verkaufsladen zugleich. Mit dem Wasser des Mekongs wird gewaschen, gekocht und gleichzeitig landet der ganze Abfall wiederum im Wasser.











Can Tho schlussendlich ist Ausgangspunkt für den Floating Market, den wir Morgen auf dem Programm haben. Erst Mal besuchen wir die Stadt mit den verschiedenen Gesichtern.
















 Touristen Dinner River Cruise.



Um 5 Uhr am nächsten Morgen zogen wir los mit englisch sprechendem Führer und einem Bootsfahrer durch den Cai Rang Floating Market, den wir aber erst beim Zurückkommen genauer anschauen wollen, weil zur Zeit alle noch schlafen. Erstes Ziel ist der weiter entfernte und kleinere Phong Dien Floating Market. 


Unterwegs überrascht uns ein richtiger Tropenregen. Auch den Marktfahrern macht er zu schaffen.





Wir kaufen uns Bananen, Randen- und Süsskartoffelchips.



Unterwegs gibt es wiederum eine Fabrik zu besichtigen. Hier werden Reisnudeln in verschieden gefärbten Varianten hergestellt.


Gefeuert wird mit den Hülsen der Reiskörner.





Auch Kokos Caramel und Reispopcorn werden hier produziert.




Zurück geht es in den Cai Rang Floating Market.



















Tja und weil eben alles in den Fluss geworfen wird, sieht das Ufer auch entsprechend aus. Ausserdem musste unser Bootsführer mehrmals Plastiksäcke aus der Schiffsschraube entwinden...