Mittwoch, 31. Januar 2024

Cebu - Malapascua

Per Taxi geht die Fahrt zum North Bus Terminal. E guck mal, was für ein Taxi wir erwischt haben:


Kaum ausgestiegen werden wir bereits von "Schleppern" umlagert, die einen überteuerten Transfer mit dem Van oder PW verkaufen wollen. Wir suchen unseren Bus, der uns zum Maya Port im Norden Cebus bringen soll. Voilà der klimatisierte Bus des Platzhirsches Ceres. Es gäbe etwas günstigere nicht klimatisierte Busse. Für über 4h Fahrt auf diesen schmutzigen Strassen mit dem dichten, lauten Verkehr - nein danke.



Am Maya New Port bezahlen wir erst eine Umweltgebühr von 120 Pesos pro Person, danach das Überfahrtsticket von 300 Pesos pro Person. Danach geht's zum Boot. Man beachte das "Chatzestägli", das aufs Boot führt. Und da soll ich mein Gepäck (18kg am Rücken und 9kg vorne) drüber balancieren?


Da ist immer eine Lösung, dabei lösen die Bootsführer es so: Zwei Männer halten eine Bambusstange, so dass man zumindest auf einer Seite einen Handlauf hat! Hat geklappt. M. hatte mehr Mühe, sein Gepäck ist mindestens 6kg schwerer, grösser, er trägt nur Schlüpfschuhe und erwischt noch starken Wellengang. Aber auch er kommt ohne Taucher rüber.


Während der Überfahrt vergeht mir das Fotografieren. Es hat dermassen hohen Wellengang, dass wir manchmal still stehen, weil der Kapitän grosse Wellen abwarten muss. Immer wieder entleert sich eine Welle über den Bootsboden, denn vorne sind die Schiffe einfach offen. Es spritzt die Passagiere an, diejenigen gegenüber mehr als uns. Die Meeresdusche ist heute inklusive.
Das Meer beruhigt sich erst nahe der Küste von Malapascua.


Zum Aussteigen direkt auf den Strand braucht es jetzt nur noch eine zusätzliche Hand und schon haben wir den langersehnten festen Boden unter den Füssen. Mit Sack und Pack geht es nun auf Sandwegen zur Unterkunft.



Vorbei geht es am Hähnegarten, jeder kräht uns ein willkommen entgegen.


Und hier schlussendlich das Guesthouse Matterhorn, das ursprünglich von einem Schweizer geführt wurde. Dieser sei in der Schweiz für eine Operation... Die Besitzerin hat nicht mit uns gerechnet. Ihr Telefon sei broken und sie habe keinen Zugriff auf booking.com. Hmmm. Ob wir bereits bezahlt hätten. Ja, sicher, das können wir auf unserem Handy belegen.



Gitter und Stacheldraht - erst finden wir das ein bisschen too much, als wir danach aber die einfachen Behausungen einer grossen Zahl Bewohner von Malapascua sehen, müssen wir unsere Meinung etwas revidieren.
Wir sind die einzigen Gäste im Matterhorn und die neusten Bewertungen sind schlechter, als sie waren, als wir gebucht haben. Das gross angeschriebene WiFi ist nicht vorhanden. Die Besitzerin behauptet, der Provider habe vom letzten Sturm technische Probleme - unserer Handy hat beim ebendiesem Provider 4G Empfang. Hmmm. Die rote Lampe am Router zeigt, dass kein Guthaben mehr vorhanden ist. Wir vermuten, dass Sohnemann mit youtouben alles aufgebraucht hat... Auf jeden Fall will sie uns nicht entgegenkommen und nachzahlen. Ab diesem Punkt sehen wir sie nicht mehr. Die Tür ihrer Wohnung bleibt verschlossen.
Am nächsten Morgen hat sie immer noch nicht nachgeladen, sie öffnet ihre Tür auf unser Klopfen nicht, auf die Nachricht in booking reagiert sie nicht. Als wir sie am Mittag endlich antreffen, behauptet sie stur weiterhin, der Fehler sei beim Provider, die Nachbarn hätten einen anderen. Sie ruft als Bestätigung mit einem alten Handy den Provider an. M. darf mit der Sachverständigen telefonieren, die Frau am Telefon bestätigt, kein Guthaben! Hmmm.
Nach langem nutzlosen Hin und Her einigen wir uns, dass sie uns die gebuchten 5 Nächte anteilmässig zurück bezahlt und wir unsere Sachen packen. Dieses Guesthouse ist so dem Untergang geweiht. Von den verkalkten Armaturen, dem kalten Duschwasser, fehlendem Trinkwasserhalter für die grosse 20l Flasche... habe ich bis jetzt noch gar nichts erzählt. Wir denken, der Schweizer hat hier aufgegeben.

So zieht M. nach ausgiebiger Evaluation via google und booking los und geht die Unterkünfte anschauen. Ich packe währenddessen unsere Sachen. M. wird fündig und so verlassen wir das Matterhorn nach einem Tag wieder.


Das Starlight Resort ist ca. 100m weiter vom Matterhorn. Die Gastgeberin ein Sonnenschein. Jetzt können wir endlich die Insel geniessen. - Das Internet ist vorhanden, Inselinternet eben, nicht so schnell, aber es reicht um einen Blog zu schreiben.






Freitag, 26. Januar 2024

Siargao - Cebu

Unsere Ferien von den Ferien neigen sich dem Ende entgegen. Letzte Nacht hat es wieder mal ziemlich stark geregnet, üppig grün ist die Umgebung. Dieser Besucher ist wie ich erschrocken über unsere Begegnung auf unserer Terrasse. Ein Weissbartruderfrosch.


Eine letzte Fahrt über die Insel zum Flughafen bleibt noch. Der Abschied von den Leuten unseres Homestays fällt uns nicht leicht. Wir haben in den drei Wochen viel miteinander über Gott und die Welt geplaudert. Die Menschen sind mit dem zufrieden, was sie haben, auch wenn das nicht viel ist. Wenige verlassen die Insel. 


Ausserdem haben wir uns hier immer sehr sicher gefühlt. Wir denken, da existiert keine Kriminalität. Dies wäre das Polizeiauto.


Gut, wir haben einmal auch einen noch fahrtüchtigen Polizeipickup gesehen. So ein wenig Präsenz...
Wir lassen uns mit ein paar anderen einheimischen Touristen an den Flughafen bringen. Dort ist ausnahmsweise viel los. Das Team muss zwei Inselhüpfer abfertigen. Der Manila Flug, mit dem wir mal angekommen sind hat Verspätung. Es gibt kurz ein Gewusel, weil beide Flüge gleichzeitig zum Besteigen bereit sind. Da muss jede/r wissen, welche Fluglinie er/sie gebucht hat und das richtige Flugzeug besteigen.



Eine knappe Stunde dauert der Flug und danach folgt für uns der Kulturschock in die zivilisierte Welt mit Stau, Hochhäusern, Gestank, Lärm, Bettlern, Strassenkinder, Imbissbuden, Supermärkten, Fastfoodketten, Hektik, Schmutz, Baustellen, Armutssiedlungen, Malls.... in Cebu City.



Von der Stadt werde ich nichts berichten, uns gefällt es hier schlichtweg zu wenig. Es ist für uns Drehscheibe, um zu den nächsten Inseln zu kommen. Die Flug-, Fähr- und Busverbindungen sind sehr gut von hier aus.


Dienstag, 23. Januar 2024

Siargao Westküste

Ein weiterer Ausflug mit dem Roller führt uns der Westküste entlang in den Norden Siargaos. Diese Insel ist landschaftlich definitiv etwas vom schönsten, was die Philippinen zu bieten haben.




Del Carmen




Einige Hafengebäude sind in argem Zustand. Taifun Odette hat im Dezember 2021 ganze Arbeit geleistet und Manila ist wohl zu weit entfernt, um den Wiederaufbau zu unterstützen.



Auch diese ÖV-Schiffe sehen nicht sehr vertrauenserweckend aus.


Im Dezember 2020 hat Sunlight Air ihren Betrieb aufgenommen mit einer Flotte von drei Flugzeugen. Hoffentlich dauert deren Existenz länger als die Werbung für die Flugverbindung.


Hier kann man ein Zimmer mit Strom, Wasser und Wifi mieten...


...und dies ist das Gebäude dazu!


Auch Private scheinen kein Geld für den Wiederaufbau zu haben.




Hello Sir! - Wer hat da Berührungsängste?!


Weiter geht die Fahrt in den Norden. Blick von der Küstenstrasse auf die Mangroven und die dahinter liegende Insel Poneas Island.





100 m Spaziergang ins Landesinnere und schon sind wir bei einem kleinen Wasserfall mit diversen Pools - und Stechmücken. Diese befinden sich leider überall, wo Feuchtigkeit herrscht und das ist auf den Philippinen fast überall der Fall.






Auf den Reisfeldern wird gepflügt und angesetzt.





Unter diesen Häuschen sitzt jeweils ein Hahn, das Hobby von vielen Philippinos.



Der letzte grössere Ort an der Westküste ist Santa Monica.


Parish Church mit dem alten Stadttor.


Neu aufgebautes Hafengebäude.


Am Hafen liegen die Fischerboote bei Ebbe auf Holzflossen.



Eisvogel - hübscher Kerl!


Die Fahrt geht weiter entlang der Reisfelder.





Die Nordspitze ist als solche nicht erkennbar. Die Strasse macht einfach eine Kurve.


Die Rückfahrt erst der Ostküste entlang, die wir bereits kennen, danach im Landesinnern absolvieren wir ohne weitere Fotos, wir sind schon etwas spät dran. Beim Secret View Point halten wir jedoch nochmals an. Die wilden Wellen des Pazifiks sind hier besonders imposant.




Wenig weiter sieht man, wie ein Strand aussieht, wenn die Wellen von einem Riff gebrochen und lammfromm an Land antreffen.


Pünktlich zum Einnachten sind wir zurück in der Unterkunft.