Freitag, 24. Oktober 2025

Kete Kesu und eine eindrückliche Begräbniszeremonie

Unweit von Rante Pao liegt Kete Kesu, das Toraja Dorf, das von den meisten Touristen besucht wird. Es gibt jedoch schon einen guten Eindruck über die Bauten und Art und Weise der Bestattung der Verstorbenen. Der Eintritt beträgt 35 000 IDR.


Auf der linken Seite stehen die Wohnhäuser (Tongkonan), rechts die Reisspeicher (Alang). Tongkonans durften traditionell nur die Adeligen bauen. Einfache Leute lebten in kleineren und weniger aufwendigen Banuas.



Das Innere eines Wohnhauses ist sehr einfach: Kochnische


und Schlafgemach in einem Raum.


Die Bauten sind reich verziert mit Holzschnitzereien und Büffelhörnern, welche Reichtum und den sozialen Status symbolisieren.




Essensreste


An der Felswand hinter dem Dorf bestattete man die Verstorbenen in hängenden, reich verzierten Holzsärgen. Es kommt immer wieder vor, dass der "Inhalt" der alten morschen Särge runterfällt. Diese Gebeine werden danach wieder aufgeschichtet.





Ganz wichtige Personen erhalten ein eigenes Grabhaus.


Von jedem Verstorbenen werden genaustens nachgebildete Holzfiguren erstellt, die Tau-Taus, denen man auch die Kleider der Verstorbenen anzieht. Sie bewachen die Gräber.



Ein Sargschnitzer am Werk.


Unser Homestay Besitzer ist selber Tourguide und hat uns den Tipp gegeben, dass in Bokin zur Zeit mehrere Tage eine Begräbniszeremonie statt findet. Also nichts wie los!
Wir passieren ein Dorf, wo Toraja Häuser vorbereitet werden.


Der Weg dorthin ist etwas beschwerlich. die Strasse schlängelt sich durch die bergige Landschaft.






Beim Google Punkt "Bokin" finden wir jedoch: NICHTS! Da kommt ein Rollerfahrer vorbei und fragt uns, ob wir zur Zeremonie gehen wollen, wir sollen nur ihm folgen. Die Strasse wird steinig, teilweise lehmig und steil geht es hinunter.


Unterdessen fahren wir einem Lastwagen nach, der ein (lebendes) Schwein geladen hat.



Schon bald treffen wir auf parkierte Autos und weitere Lastwagen und beschliessen auch unsere Roller stehen zu lassen und zu Fuss weiterzulaufen. Wir befinden uns unterdessen auf google maps hier - rotes Herz - in the middle of nowhere!


Aber da ist wirklich ein Toraja Dorf, in dem eine mehrtägige Beerdigungszeremonie abgehalten wird. Wir stossen als erstes auf weitere Opfertiere, sogar ein Hirsch ist dabei.



Bevor ich alles aus dem Internet zitiere, hier der Link für Interessierte:


Die Verstorbene ist schon länger verschieden. Sie wird jahrelang zu Hause aufbewahrt, bis die Zeremonie statt findet. Die Verstorbene hier muss sehr wichtig gewesen sein, sie hat sogar einen Menhir bei Eingang des Dorfes erhalten.



Zuoberst ist sie aufgebahrt.


Wir staunen, wie traditionell die Zeremonie abgehalten wird und dass mit modernsten Mitteln dokumentiert wird. Ein Wifi von Starlink ist aufgebaut, 2 Dronen filmen den Anlass aus der Luft, mindestens 2 professionelle Videokameras nehmen Details auf, Mikrofone werden herumgereicht, Fotografen mit teuren Kameras sind unterwegs, ein grosser Bildschirm überträgt den Zusammenschnitt, der am Mischpult erstellt wird - Tradition trifft auf Moderne!



Ein sehr wertvoller Buffel - ein Albino.




In diesem Gebäude sind sehr wichtige Gäste.






Das heutige Abendessen gibt es im nahe gelegenen lokalen Restaurant.


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