Die Nefud Wüste erstreckt sich über gut 300 km im nördlichen Saudi Arabien. Im Süden verbindet sie sich mit der Rub al Chali Wüste, die wir auch schon besucht haben. Die Nefud ist mehrheitlich mit rotem Sand bedeckt und die Sandsteinfelsen erodieren auch da zu bizarren Formen. Die Nefud ist bekannt für die starken Winde, welche die Dünenbildung fördern. Wir treffen schon bald auf sehr schöne Dünen.
Ab Meegowa durchfahren wir wasserreiche Gegenden, in denen Landwirtschaft betrieben wird. Die Felder werden kreisrund gewässert.
Die Gegend um Sakaka ist reich an archäologischen Stätten. Als erstes besuchen wir den Sisra Well "Brunnen", der eigentlich ein Wasserreservoir aus dem 1. Jahrhundert ist. Der Visitor Center ist erst 2 Wochen geöffnet und das Personal gab sich grosse Mühe bei der Führung durch die Ausstellung. Nebst Plakaten wurden informative Filme auf Grossbildschirmen und eine Multimedia Show mit mehreren Beamern gezeigt.
Im Vordergrund befindet sich die alte Siedlung Al Dula. Al Jouf ist die Region mit all den historischen Stätten.
Dass wir die nächste Sehenswürdigkeit besichtigen können ist ein riesen Glück: Die Camel Rocks kann man noch gar nicht besichtigen! Die Felsgravuren sind grossräumig umzäunt und vom Militär bewacht. Wir steigen beim Eingang aus und beginnen mit Händen und Füssen mit den beiden Wächtern zu sprechen. Da telefoniert der eine mit seinem Vorgesetzten, dem Captain. Dieser will danach mit uns sprechen - er kann ein paar Brocken Englisch! Ganz einfach erkläre ich ihm, wir seien nur eine Nacht da und würden gerne eine Foto von den Gravuren machen... und siehe da, er erlaubt es, wir müssten nur unsere Pässe registrieren und der Wächter käme mit. Und hier sind sie, die wahrscheinlich ältesten (über 7000 jährig) Felsgravuren von Kamelen auf unserer Erde:
Auf diesem herunter gefallenen Felsblock finden sich Beine von Kamelen (Füsse oben!).
Wir schalten eine Besichtigungspause ein und genehmigen uns ein Eis bei Mc Donalds. Die Single Tür ist den Männern vorbehalten, der Family Bereich Paaren und Familien.
In der Kinderecke kann sogar mit der PS4 gespielt werden.
Gestärkt geht es weiter in den Süden von Sakaka zu den Rajajil (=Mànnchen) Columns, auch hier steht ein neuer Visitor Center mit informativer Führung. Die Säulen kann man individuell besichtigen. Wir staunen, dass wir allein zu diesen doch auch gut 6000 Jahre alten Säulen gehen dürfen! Ob die Säulen zu einem Tempel gehörten oder einen astrologischen Hintergrund haben ist noch nicht erforscht.
Südwestlich von Sakaka in Dumah Al Jandal besichtigen wir das Marid Castle, das ebenfalls under construction ist.
Daneben steht die Omar-ibn-Chattab Moschee.
Hinter dem Städtchen liegt The Lake, auch hier finden wir eine grosse Baustelle vor und können nicht direkt ans Ufer fahren. Vom Pick Up aus können wir über den Bauzaun glüsle.


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