Freitag, 12. Oktober 2012

Saadani Nationalpark und Dar es Salaam

Wir hätten uns gaaaanz gut an den Rhythmus des Nichtstun gewöhnen können ;-)

Durch den südlich von Pangani gelegenen noch wenig bekannten Saadani Nationalpark (seit 2005 anerkannt) geht die Fahrt weiter. Im Park sind die Tiere sehr scheu und kaum entdecken wir eines und halten an, ist es schon im Gebüsch verschwunden. Es ist zwar schön mutterseelenallein im Park zu sein, aber es hat auch Vorteile, wenn mehr Autos im Park auf Game Drive gehen, da gewöhnen sich die Tiere daran und verstecken sich nicht mehr, kaum hören sie ein Motorengeräusch. Das ist leider oder aus der Sicht der Tiere zum Glück ein Verhalten aus der Zeit der Wilderer. Und diese Zeit ist noch nicht soooo lange vorbei.






Der Park bietet eine einzigartige Kombination von Flora und Fauna sowohl des Meeres als auch des Festlands. Er beherbergt neben zahlreichen Reptilien und Vögeln etwa 30 Arten grösserer Säugetiere. Darüber hinaus tummeln sich im angrenzenden Ozean etliche Fischarten (über 40), Grüne Meeresschildkröten, Buckelwale und Delfine, von welchen wir leider auch keine zu Gesicht bekamen, dafür kamen die Affen bis ans Meer.

Ausserhalb des Parks verdichtet sich der Verkehr und die Dörfer wieder. Grosse Flächen des spärlichen Waldes fallen der Köhlerei zum Opfer, die Kohle wird in mühsamer Handarbeit wie früher hergestellt.

...eine Kuh findet die Blätter deses Busches wohl sehr delikat!
In Bagamoyo, das auch am Beach liegt, finden wir auf dem Gelände einer Lodge, der Travellers Lodge den einzigen Camping des Ortes und für uns den letzten Camping dieser Reise.


 


Am nächsten Tag werfen wir uns ins Verkehrsgetümmel vor und in Dar es Salaam, wo wir Christa schweren Herzens das Auto abgeben und von ihr an den Flughafen gebracht werden.







Beachferien


Mein Daunenschlafsack, der oben am Ngorongorokrater noch unentbehrlich war, ist jetzt überflüssig. Statt Löwengeschrei oder Zebra am äsen hören wir Wellenrauschen und Mückensurren. Am Ushongo Beach wollen wir ein paar Tage ausspannen. Einen Tag später beziehen wir sogar einen Bungalow und lassen uns von den kulinarischen Künsten des Kochs des Beach Crab Resorts verwöhnen.
 

 
 
 
 
 
 
 




 
 
 

Von Arusha 1500 müM ans Meer

Die Fahrt von Arusha an die Küste war gezeichnet von ständigem Klimawandel und damit auch Veränderung der Vegetation. Reisten wir doch von gut 1500m ü M. an die Küste. Die Hauptstrasse ist in sehr gutem Zustand – zumindest der erste Teil…


 
An den Frucht- und Gemüseständen am Strassenrand kann man sich sehr günstig mit Frischwaren eindecken, ausserdem sind die Stände sehr fotogen!
 
 

An jedem dieser Stände, und das sind doch ziemlich viele, wird das gleiche angeboten: Tomaten und rote Zwiebeln.

Hinter diesen Wolken versteckt sich der Kilimanjaro. Die Besteigung dieses Berges ist unterdessen ein riesiges Geschäft geworden und den Leuten wird (wie in den Nationalpärken) das Geld aus den Taschen gezogen. Einen Blick auf den majestätischen Berg hätten wir schon gern geworfen.
 

Kurzer Boxenstopp in Moshi: Tanken und Brot kaufen. Dies ist eine moderne Fahrschule - modern deshalb, weil es überhaupt eine Fahrschule ist, das Auto kann nicht gemeint sein... Über die Qualität der vermittelten Fahrtechnik lässt sich streiten. Eines ist klar: Hier lernt man, dass hupen zu einer Art von Zeichengebung gehört.
 
 
Und ein Parkticket – von Hand ausgestellt, und jemand hat den Wagen erst noch bewacht!

 
Weiter geht's. Erste Palmen säumen die Strasse.
Auf riesigen Feldern wird noch heute Sisal angepflanzt, ein Erbe der deutschen Kolonialherrschaft. Der damals blühende Handel ist unterdessen den Billigkunstfasern aus China zum Opfer gefallen. Die Anbaumenge entspricht heute noch 10% der damaligen Menge und ist unbedeutend für den Export. Früher war Tansania doch immerhin der zweitgrösste Lieferant hinter Brasilien.
 
 


Die Sisalfäden am Trocknen.

Der Reisebus wird von fliegenden Händlern belagert. Wer später hinter so einem Bus herfährt, muss mit fliegenden leeren Colabüchsen oder Fruchtrestenan der Frontscheibe rechnen.
Für diese Busfahrer gelten auf der Strasse nicht die gleichen Regeln wie für uns. Wir fuhren ja auch nicht langsam, wurden aber von einigen Bussen in hohemTempo überholt. Wir sind im Nachhinein froh, dass wir von Dar es Salaam nach Arusha geflogen sind und nicht den Bus genommen haben...
 

Auf dem landschaftlich sehr malerischen Teil der Fahrt von der Hauptstrasse an die Küste kamen Kinder an die Piste herangerannt, um zu schauen, was da für ein Auto heran gefahren kam.



 
 
Mit einer für afrikanische Verhältnisse fortschrittlichen Fähre müssen wir den Fluss überqueren. Das war schon ein komisches Gefühl: Susanne und ich mussten das Auto verlassen, nur der Driver fuhr den Wagen auf die Fähre. Das Tor schoss sich wieder hinter ihm – und tschüss...


Dieses öffnete sich aber später einen spaltweit wieder um die Passagiere durchzulassen.


 
So bringt man sich auf den neusten Informationsstand.

Ziel erreicht: Ushongo Beach südlich von Pangani auf dem Gelände des Beach Crab Resorts. Wir campen das erste Mal mit Safariauto am Beach.