Montag, 31. Dezember 2012

Unterwegs von den Bergen nach Alappuzha am Meer

Auf kurviger Strasse, wie wir sie bereits gut kennen ging's wieder dem Meer entgegen. Also der Fahrstil ist schon eine Sache für sich. Grundsätzlich scheint die zweispurige Strasse für drei Vehikel ausgelegt zu sein, je nach Breite des Gefährts sogar noch für mehr. Dabei spielt es eine Rolle wer wie gross ist, der grösste hat immer Vortritt. Der Zweibeiner kann eh zurück springen ans rettende Ufer. Hupen heisst ich komme und fahre und bremse nicht, solange ich grösser bin als du. Unsere Nerven lägen längst blank! Aber hier scheint das wundervoll zu klappen. Wir haben zumindest noch keinen Unfall gesehen. Hin und wieder liegen Kühe neben oder auf der Strasse, da wird selbstverständlich nicht gehupt, denn sie sind heilig und beachten die Verkehrsregeln nicht.



Ob unsere Karten mit dieser Post wirklich ihren Weg in die Schweiz finden?


Zumindest Speed wird sie haben ;-)



Am Strassenrand ist auch Loundry Service zu haben. Dieses Bügeleisen funktioniert mit heissen Kohlen.
Auf Meereshöhe angekommen sind auch die Paddy Fields wieder aktuell. Hier wird gejätet.



Diese Nacht sind wir im Bella Homestay in Allapuza untergebracht, welches verträumt und mit vielen Blumen im ruhigen Quartier liegt. Wache schiebt Jack - ein kleiner äusserst lieber Mops.
http://www.bellakerala.com/



Periyar Nationalpark


Und nun das Highlight dieses Ortes: Der 777 km2 grosse Park besteht zu grossen Teilen aus Dschungel und dem Herzstück einem Stausee aus britischen Zeiten (1895) und verfügt über eine vielfältige Tier- und Pflanzenwelt. Elefanten, Panther, Tiger, Büffel, Affen, Sambar- und Axishirsche und viele Vögel sind hier zu Hause. Der Park ist dem „Tiger Project“ angeschlossen, das diese vor dem Aussterben retten soll. Immerhin sollen deren 42 im Park sein – Wir haben leider keinen gesehen, und die Chance einen zu entdecken sind äusserst klein.
Um 5.30 Uhr wurden wir im Jeep abgeholt und im Finstern ging’s Richtung Park. Unterwegs kurz halten für einen Kaffee oder Chai…


...danach ging die indische Game Drive los. Wir merkten schon bald, dass im Dschungel eine Safari etwas anderes ist als in Afrika in der Savanne. Eigentlich logisch. Derart schön verstecken kann man sich halt nur im Wald. Einige Tiere sahen wir nur auf Distanz oder durch den Dschungel – deshalb die Frage, wer sieht das Tier zuerst?







 ...diese Spinne ist hochgiftig - kein Wunder bei dieser Farbe und dem Leuchten!


Lösung der Rätsel: Sambar Hirsch, Büffel, Spinne und Indian Giant Squirrel...$

Danach stand eine Wanderung durch den Dschungel auf dem Programm. Schon bald sind nur noch wir zwei und der Guide im dichten Dschungel unterwegs – wandern ist halt auch hier nicht üblich. Hören konnten wir viele Tiere, sehen nur wenige. Einmal meinten wir, ein Segelflieger flöge über den Wald – es war ein schwarz-gelber Nashornvogel, der über die hohen Wipfel segelte. Auch Affen schienen zu motzen, dass wir ihre Ruhe störten. Immer weiter ins Dickicht ging es, bis wir das Knacken der Elefanten im Gehölze vernahmen. Hier verliessen wir den eh schon engen Pfad und tasteten uns möglichst leise in die Nähe, was so einfach nicht war, das Gelände ging ziemlich bergab, Lianen versperrten uns den Weg und sooo elegant wie Tarzan sich von Baum zu Baum schwingen getrauten wir uns angesichts der Anzahl grauer Haare nicht mehr. Dementsprechend sahen unsere Kleider am Schluss aus.




Tigerspur!



Elefant!












Thekkady

Dieser Ort ist Ausgangspunkt für Ausflüge in den Periyar Nationalpark, deshalb hatten wir uns hier ein schön gelegenes Homestay gesucht. Der Balkon entpuppte sich als Tierbeobachtungsstation.






Am Abend besuchten wir eine (seeeeehr langweilige) Kathakali-Show, welche für Touristen auf eine Stunde reduziert wurde, im Original läuft sie 4 h und mehr… Sie handelte von Dämonen und Göttern… ausserdem werden die weiblichen Rollen von Männern gespielt… macht eine Show auch nicht gerade attraktiver.
Aber zumindest die Maskerade, die Kleidung und die Mimik der Tänzer waren das Kämpfen um Billette wert. Immerhin müssen diese Tänzer rund 10 Jahre in die Ausbildung, bis sie so tanzen und Gesichter verzerren können.




Samstag, 29. Dezember 2012

Munnar


Diese wunderschöne Berggegend wird auch von vielen Indern am Wochenende besucht, deshalb waren wir heute nicht ganz allein unterwegs. Allgegenwärtig sind die Teeplantagen in wunderschöner Bergumgebung. Hier wird übrigens mit einer Heckenschere geerntet, während wir sie in Sri Lanka die Teebüschlein einzeln abzupfen sahen, was wahrscheinlich die bessere Qualität zur Folge hat.







Wir besuchten ein Teemuseum mit antiken Maschinen und diversem Gerät aus alten Zeiten, siehe auch die alte Stöpseltelefonie. Natürlich wurde uns am Schluss noch ein Tee serviert, ein Chai selbstverständlich, mit Milch und Zucker, wie sie ihn hier überall trinken.






Auch die Eucalyptuswälder lassen sich sehen.


Auf dieser Höhe gedeihen die verschiedensten Blumen am Strassenrand.





In einem Blumengarten bestaunten wir viele exotische, aber auch uns sehr bekannte Blumen (Geranien, Stiefmütterchen, Flox, Fuchsia, diverseste Farben von Pfingstrosen…)







An einem der riesen grossen Bäume hingen viele Bienenvölker und darunter am Strassenrand verkauften die Leute den Honig in Flaschen.





Ein Staudamm…