Samstag, 24. Mai 2025

Zu den Mahaja Rocks - erster Versuch

Wir fahren wieder zeitig los, um Medina vor der morgendlichen Rush Hour zu verlassen,  was uns nur halb gelingt. Saudis sind enorm früh unterwegs - wohl auch wegen der "tiefen" Temperatur (25°).


Und schon geht die Fahrt nur noch durch die karge Wüstenlandschaft.




Die Orte, die wir passieren, sind zumindest der Hauptstrasse entlang heraus geputzt.




Auf unserer Route befindet sich die antike Oase Chaibar, die in der Zeit des Propheten Mohammed hauptsächlich von Juden besiedelt war und von den wichtigsten Karawanenstrassen gequert wurde. Die Gebäude werden zur Zeit restauriert und der Ort kann nicht besucht werden. 




Weiter geht die Fahrt oft geradeaus durch die Wüste. Mit fortgeschrittenem Tag entstehen in der Ferne Luftspiegelungen - Fata Morganas, es ist gut 45° heiss... Auch könnte es zu Sandstürmen kommen. Vereinzelte intensive Windhosen haben wir bereits beobachtet: Dabei wirbelt es Sand und Abfall hoch in die Luft. M. wollte einmal kurz austreten und kam schnellstens wieder ins Auto zurück, weil sich so eine grosse Sand-Windhose näherte...


Jetzt biegen wir ab auf eine Holperpiste.



Wir suchen einen Schattenplatz, um Zmittag zu essen. Bei einem Felsen hat es eine passende Höhle. Beim Näherkommen sehe ich jedoch, dass jemand anderes die Höhle für sich ausgesucht hat: Ein Wüstenfuchs!


Schlussendlich essen wir im Auto...
Das Ziel heute sind die Mahaja Rocks. Die Schotterstrasse wird zur Sandpiste. Und es kommt, wie es kommen muss: Wir stecken fest!


Guter Rat ist teuer: Wir haben weder eine Schaufel, noch Sandbleche. Ich mache mich mit einem Holzbrett an die Arbeit, Sand um die Räder und unter dem Auto hervor zu buddeln. M. findet weiter oben ein Bruchstück von einer Stossstange und schaufelt ebenfalls los. Flache Steine legen wir hinter die Räder. Es ist HEISS!!! Zum Glück haben wir genügend Wasser dabei. Dann endlich versuchen wir rückwärts raus zu fahren mit meinem Gewicht hinten auf der "Brügi" - geschafft! Nun, diese Piste wollen wir nicht nochmals nehmen. Rekognoszieren, welche wir nehmen wollen..


So wählen wir eine andere Spur...


...das "Spiel" beginnt noch 2 Mal von vorne! Unsere sportliche Tätigkeit scheint heute aus Buddeln bei Affenhitze zu bestehen...
Auch unsere Geduld ist mal am Ende. Wir beschliessen mit 5 Blasen und 6 "Sprisse" die Übung abzubrechen und uns einen Zeltplatz zu suchen.



Am Fusse dieses Berges finden wir den passenden Platz und bauen ein erstes Mal unser Camp auf. Zelt aufstellen, Mätteli aufblasen, Schlafsack bereit, für den Gaskocher eine windgeschützte Nische suchen...



Beim Erkunden der näheren Umgebung entdecke ich diese eingeritzten Felszeichnungen. Ob alt oder neu entzieht sich meiner Kenntnis, aber schön ist sie alleweil.




Natürlich gehört auch ein Lagerfeuer dazu.


Wer jetzt denkt, alles ist gut, der irrt sich. Ich will mich schon bald nach dem Znacht mit meinem Tolino ins Zelt verziehen. Wir haben heute ja brav geschuftet. Da entdecke ich, dass mein Mätteli keine Luft mehr hat!!! Das Leck ist schnell gefunden, es bläst richtiggehend raus: Die  geklebte Naht hat sich aus Altersgründen gelöst. Nichts von gemütlich lesen. Ich hole mein Reparaturset und entdecke, dass mein Leim eingetrocknet ist...
Glücklicherweise hat M. sein Mätteli neu gekauft, sein Leim ist noch flüssig. Ich beginne mit reparieren, warten, aufblasen. Die Naht löst sich neben der geleimten Stelle. Leimen, warten, testen. Irgendeinmal gebe ich auf...
Guet Nacht!





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