Dienstag, 24. März 2026

1. Dienstag

Ursprünglich hiess es, die Schule beginne um 8:45. Schlussendlich holt mich die Koordinatorin F. um 9:15 ab. Das ist als Schweizerin eine grosse Herausforderung! Die andere Volunteer A. käme später nach, sie habe verschlafen - sie hat eben auch philippinisches Blut in ihren Adern.

In der Schule angekommen  begrüsst mich die Schulleiterin, und im Klassenzimmer sitzt doch tatsächlich die Klassenlehrperson und 2 (!) Kinder der Klasse. Der Rest fehlt... unterrichtet wird nicht, die Kids sitzen einfach da. Also ich übernehme! Mit einfachstem Englisch und vielen Gebärden erkläre ich, wer und was ich bin und woher ich komme. Die Schweiz stelle ich ihnen mit einem Schweizer Leiterlispiel vor, das ich laminiert mitgebracht habe (Danke Schule Wattenwil!). Ich musste nur zu Hause den Tellschuss auf Walterli mit Barry und den Wein im Tessin durch den Wanderer ersetzen...


So spielen F. die Kinder und ich gerade mal zu 4. Mit der Zeit erscheinen immer mehr Kinder im Zimmer und gucken uns zu. Schlussendlich gewinnen beide Kinder.

Vom Spiel habe ich auch ein Memory vorbereitet. Da sind wir bereits zu 6. Gehorsam gehen sie die Hände waschen (sie haben soooo schmuddelige Hände) und los geht es. Bei uns sind die Kinder besonders stark beim Memory spielen. Das erweist sich hier als Gegenteil. Wir Erwachsenen gewinnen, die Kinder sind klar schwächer. Ich nehme an, dass dies mangelndes Training ist?! Ende Woche werden sie hoffentlich besser sein, wenn es das laminierte Memory aushält. Die Folie löst sich nämlich bereits bei einigen Kärtli...
Heute wird sogar die Pause eingeläutet! Die Schulleitung schlägt mehrmals an eine Glocke. Und los ziehen sie und shoppen ihre Süssigkeiten.
Die Milchzähne der Jüngsten sind mehrheitlich schwarz!
Nach der Pause spielen wir mit 10 Kindern mit sicher 6/7 ZuschauerInnen in zwei Gruppen pantomimisch Tätigkeiten erraten. Alles natürlich in Englisch, denn ich spreche nun mal ausser Magandam Umaga (Guten Morgen) und Salamat Po (Danke) kein Tangalog. Ich bringe die Kinder sogar mit pädagogischen Kniffen dazu, die Hand hochzuhalten und nicht rauszuplappern. Diese Regel kennen sie nämlich auch hier bestens.


11:15 lassen wir die Kinder heim. Sie hätten noch weitermachen wollen!

13:30 geht es weiter. Es stehen bereits mindestens 8 Kinder im Schulzimmer, nur zwei von der Original Klasse. Wir spielen den Hot Potato, das liebten meine Klassen immer heiss. Ich ging extra einen Härdöpfu kaufen im Lädeli nebenan. Hoffentlich bleibt etwas vom Englisch Wortschatz hängen. Spass hatten sie auf jeden Fall.


Auch jetzt stossen immer mehr Kinder dazu. Am Schluss hatten wir zuwenig Stühle...
14:30 Schule aus und ab ins Meer!




Das Abendessen nehme ich im "Zentrum" des Green Lion ein, einem kleinen Häuschen mit Garten, in dem die Koordinatorin und die Köchin wohnen.



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