Mittwoch, 18. April 2012

Wadi Musa – Wadi Araba

Wadi Musa (Moses Tal) heisst eigentlich der Ort, in dessen Nachbarschaft die alte Stadt Petra liegt. Hier soll Moses auf einen Stein gehauen haben und eine Quelle sei entsprungen. Wir verlassen Wadi Musa über eine wunderschöne aber steile Bergstrasse, die es mit unseren Passstrassen aufnehmen kann. Sie ist zuerst noch schön geteert, danach aber ziemlich staubig und löchrig.
Der Elefantenfelsen:




Ein Beduine - modern mit Pickup, das Kamel (Dromedare!) wird nur noch für Touristen benötigt - zieht ein Bewässerungsrohr. Ich lasse mich belehren: So haben scheinbar die Bauern im Emmental die Bschüttirohre mit dem Traktor von einem Hang zum anderen gefahren.



Schon bald können wir ins das Wadi Araba schauen. Die israelische Seite heisst Arava.

Dünenlandschaft, Felswüste und danach grüne Plantagenfelder wechseln sich ab.


Wir versorgen uns mit frischem Brot und Tomaten und Früchten, die unweit herangereift waren. Nur Cola light kennen sie hier nicht ;-)



Ich sammle übrigens nebst dem obligaten Sand nun Bilder von diesen hübschen Kleinlastern, in welchen Früchte und Gemüse zu ihren Bestimmungsorten gekarrt werden.

Nach diversen Meldungen von Bloglesern und -leserinnen wie das Wetter zur Zeit in der Schweiz ist, möchte ich doch mal beweisen, wie das bei uns gemäss Anzeige der Zitrone aussieht:
Die Hitze ist trocken, also gut zu ertragen. Ich würde euch gerne ein paar Grade zum Download raufladen ;-)

Und endlich erreichen wir das Tote Meer!


Das Tote Meer hat unterdessen keinerlei Leben mehr in sich, es ist derart versalzen, weil kaum mehr Zuflüsse das Meer speisen. Es ist schon komisch: Ein Meer ohne jegliche Tiere, Algen, Schiffe… Es sieht tatsächlich leblos aus. Der Wasserspiegel sinkt stetig weiter, manchmal bis zu 1m pro Jahr, rund ein Drittel des Sees ist bereits verlandet! Die Grösse kommt uns eher vor wie ein See, der Genfersee vielleicht. Das westliche israelische Ufer ist nämlich gut zu erkennen. Wir befinden uns unterdessen 423 m unter dem Meeresspiegel und sind damit am tiefsten Punkt dieser Erde angelangt! Die Luft enthält deshalb mehr Sauerstoff, man befindet sich weiter weg von der Sonne und muss dadurch weniger Sonnencreme einstreichen. Das Baden hat wirklich seinen Reiz! Aber aufpassen muss man enorm, dass dieses hochkonzentrierte Wasser nicht in die Augen oder Atemwege kommt. In der Lunge kann es den Tod bedeuten! Wir fühlen uns richtig schwerelos!


Einige Facts zum Toten Meer:

Was für eine Blütenpracht entstehen kann, wenn man wässert zeigt die Hotelanlage:






Der Sonnenuntergang hinter dem israelischen Horizont ist traumhaft.


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