Einen Moment Funkstille - wir waren in der Wüste!
Beim Eingang vom Wadi Rum werden wir von Mehedi, einem
Beduinen, der eines der vielen Camps im Wadi betreibt, persönlich abgeholt und
bei sich zu Hause zum Minzentee eingeladen. Beim Eingang werden die Schuhe
ausgezogen und danach setzt man sich auf die Poster, die der Wand entlang am
Boden liegen. Dem Gegenüber dürfen wir ja nicht die Fusssohlen zeigen, das gilt
als sehr unhöflich und hat einigen Geschäftsleuten den Erfolg gekostet. Wir
scheinen unsere Sache gut gemacht zu haben. Der Guide kommt und fährt mit uns
mit seinem klapprigen Toyota in die Wüste.
Die
zerklüfteten Felsen im Kontrast zu dem braunen und teilweise roten Sand machen
die Umgebung traumhaft!
Auf
dem Programm steht eine Bergwanderung zum natürlichen Arch. Unterwegs müssen wir
immer wieder innehalten und Föteli schiessen. Die Umgebung ist faszinierend. Der
Guide staunt, so schnell sei er noch nie oben gewesen. Meist müsse er die Leute
richtig hoch ziehen!
Unser Guide kann auch kochen. Es brutzelt uns über dem
offenen Feuer einen Eintopf (Bohnen, Erbsen, Tomaten, Zwiebeln, Ton), der mit
Fladenbrot gegessen wird und wie immer gibt es dazu auch noch Humuss, ein zerstampftes
Erbsenmus. Das wird selbstverständlich am Boden sitzend von Hand gegessen.
Achtung, nicht die linke Hand benutzen, die gilt als schmutzig.
Danach
wollen wir das Gefühl erhalten, das Beduinen hatten, als sie früher durch die
Wüste wanderten. Der Guide fuhr voraus und wartete an der nächsten „Ecke“ um
allfällige Weicheier wieder aufzuladen. Es ist heiss, extrem heiss. Beim
Wandern im Sand rutscht man immer wieder ein wenig zurück. Die Gegend ändert
nur noch langsam, man kommt ja auch nur noch langsam vorwärts. Nach gut einer
Stunde haben wir genug und steigen wieder ein.
Schaf, Meersöili, Söili - der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt.
Die
Sonne geht heute leider in den Wolken unter, aber die Stimmung ist gleichwohl
schön!
Im
Camp beziehen wir unseren Teil des Beduinenzeltes. Im Gemeinschaftszelt gibt es
Minzentee und es wird geplaudert. Das Teekännli steht in der Glut stets bereit.
Heute gibt es Poulet und Kartoffeln, die im Erdengrill eingegraben
im Sand gegrillt wurden – mmmh!
Das
Camp liegt eigebettet ruhig in einem Kessel von Felsen umgeben und hat immerhin
eine Dusche und WC mit fliessendem Wasser, die Tanks dafür haben wir beim
Spazieren natürlich auch gefunden ;-)















Da kann man ja grad neidisch werden > hier ist's kalt und hat die letzten zwei Tage nur geregnet :-(. Geniesst's weiterhin! Liebe Grüsse, Monika.
AntwortenLöschenDanke! Schön, bist du auch ein wenig dabei! Hoffentlich kriegst du auch noch den einen oder anderen Sonnenstrahl ab! Gruss auch an deine Lieben!
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