Freitag, 29. Januar 2021

Von Santa Cruz nach Isabela - Puerto Villamil

Nebst der Tour von gestern nach Pinzon haben wir beim gleichen Büro auch die Fähre von Santa Cruz nach Isabela gebucht, welche um 7.00 Uhr fährt. Wir stehen da, pünktlich wie es sich für Schweizer gehört, aber: Wir stehen auf keiner Passagierliste! Da ist absolut nichts zu machen. Das Schiff ist voll, kein weiteres fährt. Nach diversen Telefonaten von Leuten, die uns helfen wollen, erfahren wir, dass für unserer Fähre zu wenig Leute gebucht haben und sie deshalb gar nicht gefahren ist. Der Gang zum Office bestätigt den Fact. Sie versprechen, dass wir die Nachmittagsfähre erhalten, alles kein Problem. Als Kompensation wollen sie uns auf Isabela den Ausflug zum Vulkan Negro schenken. Akzeptiert.
Bis die nächste Fähre fährt gehen wir nochmal zum Hafen und gucken, was für Tiere heute da sind.




Um 14.00 Uhr sind wir gespannt, ob es klappt. Man glaubt es kaum, wir sind schon wieder nicht auf der Liste. Jetzt wird die junge Angestellte aktiv und rennt zur Hafenbehörde mit unseren Namen. Es hat gerade mal noch zwei Plätze frei auf der Fähre Gabi. Und sie schafft das Unmögliche und kommt mit einer neuen Liste, wo wir zwei zwar als Amis aber mit den richtigen Namen drauf stehen...
Jetzt noch Hafengebühr bezahlen, Taxiboot bezahlen und los geht's endlich.



Die 2-stündige Fahrt war eine Tortur, der Captain fuhr schnell, das Schiff knallte immer wieder auf die Wellen nieder. Und wir sassen seitwärts und konnten uns an nichts festhalten.


Puerto Villamil auf der Insel Isabela ist ein schmuckes kleines Örtchen, in dem die Zeit stehen geblieben scheint. Jeder kennt jeden und grüsst freundlich. Masken tragen hier nur wenige, nur in Innenräumen und Autos. Wir wohnen hier bei einem Deutschen, der mit einer Einheimischen verheiratet ist. Er gibt uns viiiiiele Tipps, ist selber auch froh, mal wieder Gäste zu haben, mit denen er Deutsch sprechen kann. Auch organisiert uns seine Frau alle Touren und Fähren, die wir benötigen.

Puerto Villamil:
Das Familienvelo mit selbst gebasteltem Kindersitz.


Angrenzend ans Dorf hat es eine Salzlagune, in der mit etwas Glück Pelikane zu beobachten sind.
Einer ist heute da.




Die Hauptstrassen sind schön mit Lavasteinen gepflästert, auch hier gibt es einen Velostreifen, obschon es fast keinen Privatverkehr hat.



Eine Kirche gehört auch zur Gemeinde. 


Galapagos Kirchenfenster


Und auch eine Galapagos Wandmalerei hinter dem Altar. Wer ist schon in der Kirche Pinguinen, Seepferdchen und Stränden begegnet?


Ein Überbleibsel aus besseren Zeiten: Hostelanlage, die zum Verkauf steht (längst nicht die einzige Liegenschaft) und schon halb zerfallen ist. Ich denke, da ist die Pandemie nicht unschuldig. Auf der Insel sind nur noch Leute, die ein Haus besitzen. Alle Fremdarbeiter sind auf dem Festland. Das wenige, was sich an Touristen bis hier her wagt, kann von den Einheimischen betreut werden. Viele Hotels, Hostels, Restaurants, Läden... stehen leer.


Puerto Villamils Hafen ist bekannt für einfache Tierbeobachtungen. Da ist zum Beispiel die Concha de Perla (Perlmuschel), ein für Boote abgesperrter Teil des Hafens, in dem man auch schnorcheln kann.








Bei den Anlegestegen selber sind auch viele Tiere zu beobachten.








Dieser Blaufusstölpel hat sich nach mir nieder gelassen!




Unter den Bäumen flätzen die Menschen und die Seelöwen - die Zeit steht still - das Internet meistens auch...






Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen