Wir besuchen heute die Comuna 13, mit vollem Namen Comuna No 13 San Javier. Gemäss Wikipedia waren speziell in diesem Quartier noch in den 80er Jahren blutige Auseinandersetzungen zwischen rivalisierenden Drogenbanden in Zeiten des Bürgerkriegs an der Tagesordnung. Medellín verzeichnete während dieser Zeit angeblich die höchste Mordrate der Welt. Wurden doch nur in einem Jahr 7000 Menschen getötet, 2017 noch 21 auf 100 000 Einwohner. Von hier aus tätig war das legendäre Medellín-Kartell unter der Leitung des Drogenbarons Pablo Escobar. Erst nach seiner Ermordung 2003 konnte der neue Präsident Alvaro Uribe das Gebiet mit Hilfe von Polizisten und Soldaten sicherer machen. Schulen, Sportplätze, Spielplätze wurden errichtet, soziale Projekte lanciert. Heute spazieren die Touristen angstfrei durch das Quartier, lassen sich mit der im 2011 in Betrieb genommenen Riesenrolltreppe, die 348 m in die Höhe steigt, mitten ins Quartier bringen. Hauptsehenswürdigkeit sind die vielen Malereien an den Hauswänden, in denen die Künstler ihre Vergangenheit verarbeiten.
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