Samstag, 30. Januar 2021

Los Tuneles

Die Halbtagestour Los Tuneles lohnt sich sehr. Auf der Tour sind wir mit 6 weiteren Touristen unterwegs plus einem Führer.

Auch da gibt es einen Vogelfelsen.



Der Bootscaptain hat ein gutes Auge für Tiere. Bereits unterwegs zeigt er uns grosse Manta Rochen, die an der Wasseroberfläche schwimmen - schwierig zu fotografieren. Ausserdem begegnen wir einem Buckelwal, was sehr erstaunlich ist, da die Saison der Buckelwale eigentlich vorbei ist, die sind schon vor einem Monat weiter gezogen.


Die Küste hier ist ebenfalls vom Sierra Negra Ausbruch mit Lavafelsten gestaltet. Die Pinguine, die kleinsten ihrer Art sonnen sich auf den Lava-Felsen.





Der Captain manövriert das Schiff geschickt durch die wenig tiefen Kanäle in denen auch diverse Tiere schwimmen. Wir dürfen hier an Land für einen kurzen Spaziergang.





Blaufusstölpel




Schlussendlich gibt es auch da noch eine Schnorcheltour. Der Führer Pablo kennt die Gegend sehr gut und weiss, was sich wo versteckt.
Da sind schon mal eine Menge Weisspitzen Riffhaie, die sich von unserer Gruppe bei der Siesta nicht beeindrucken lassen. Sie dümpeln unter einem Felsen in einer grossen Gruppe.



Pinguine posieren mit uns Schnorchlern.



Seepferdchen gut getarnt auf dem Grund, eines davon ist schwanger.



Meeresschildkröten sehen wir diverse beim Fressen. Auch hier zeigen sie absolut keine Scheu.




Freitag, 29. Januar 2021

Sierra Negra und Volcan Chico

Die Tour heute erhalten wir als Kompensation für die Umtriebe mit der Fähre. Und man sehe und staune: DIESE Reservation hat geklappt, man erwartete uns und hatte sogar das Lunchpaket für uns bereit. David ist unser einheimischen Führer und weiss vieles über Pflanzen, Tiere und Vulkanismus der Galapagosinseln zu erzählen. Ausserdem ist ein Schweizer Pärchen mit dabei, das seit September 2020 auf Reisen ist. Im Pickup geht es erst durch verschiedene Klimazonen an den Fuss de Vulkans Sierra Negro. Von 0 müM und heisser Sonne, über trockene Gegend mit Kakteen, zu gemässigten Zonen mit Gemüseanbau bis neblig und kalt auf 860 müM. Hier beginnt die Wanderung und es regnet erst mal ausgiebig.




Der Krater des  Sierra Negro liegt teilweise im Nebel. Gemäss David ist dies fast immer der Fall. Er ist der zweitgrösste Krater der Erde (7x10km), der grösste ist der Ngorongoro in Tansania. Davon habe ich auch schon mal gebloggt, ist eine Weile her: Hier geht es zum Ngorongoro Krater 2012


Ein endemischer Busch.


Später wird es trockener und heisser, die Kleider können wieder trocknen.


Die Mondlandschaft wurde vom letzten Sierra Negra Ausbruch von 2005 gestaltet.








Ein Lava Tunnel.











Ein Moking Bird - eine Spottdrossel wartet, ob von unserem Lunch etwas übrig bleibt.



Je näher wir zum Auto kommen desto nebliger und feuchter wird es.





Von Santa Cruz nach Isabela - Puerto Villamil

Nebst der Tour von gestern nach Pinzon haben wir beim gleichen Büro auch die Fähre von Santa Cruz nach Isabela gebucht, welche um 7.00 Uhr fährt. Wir stehen da, pünktlich wie es sich für Schweizer gehört, aber: Wir stehen auf keiner Passagierliste! Da ist absolut nichts zu machen. Das Schiff ist voll, kein weiteres fährt. Nach diversen Telefonaten von Leuten, die uns helfen wollen, erfahren wir, dass für unserer Fähre zu wenig Leute gebucht haben und sie deshalb gar nicht gefahren ist. Der Gang zum Office bestätigt den Fact. Sie versprechen, dass wir die Nachmittagsfähre erhalten, alles kein Problem. Als Kompensation wollen sie uns auf Isabela den Ausflug zum Vulkan Negro schenken. Akzeptiert.
Bis die nächste Fähre fährt gehen wir nochmal zum Hafen und gucken, was für Tiere heute da sind.




Um 14.00 Uhr sind wir gespannt, ob es klappt. Man glaubt es kaum, wir sind schon wieder nicht auf der Liste. Jetzt wird die junge Angestellte aktiv und rennt zur Hafenbehörde mit unseren Namen. Es hat gerade mal noch zwei Plätze frei auf der Fähre Gabi. Und sie schafft das Unmögliche und kommt mit einer neuen Liste, wo wir zwei zwar als Amis aber mit den richtigen Namen drauf stehen...
Jetzt noch Hafengebühr bezahlen, Taxiboot bezahlen und los geht's endlich.



Die 2-stündige Fahrt war eine Tortur, der Captain fuhr schnell, das Schiff knallte immer wieder auf die Wellen nieder. Und wir sassen seitwärts und konnten uns an nichts festhalten.


Puerto Villamil auf der Insel Isabela ist ein schmuckes kleines Örtchen, in dem die Zeit stehen geblieben scheint. Jeder kennt jeden und grüsst freundlich. Masken tragen hier nur wenige, nur in Innenräumen und Autos. Wir wohnen hier bei einem Deutschen, der mit einer Einheimischen verheiratet ist. Er gibt uns viiiiiele Tipps, ist selber auch froh, mal wieder Gäste zu haben, mit denen er Deutsch sprechen kann. Auch organisiert uns seine Frau alle Touren und Fähren, die wir benötigen.

Puerto Villamil:
Das Familienvelo mit selbst gebasteltem Kindersitz.


Angrenzend ans Dorf hat es eine Salzlagune, in der mit etwas Glück Pelikane zu beobachten sind.
Einer ist heute da.




Die Hauptstrassen sind schön mit Lavasteinen gepflästert, auch hier gibt es einen Velostreifen, obschon es fast keinen Privatverkehr hat.



Eine Kirche gehört auch zur Gemeinde. 


Galapagos Kirchenfenster


Und auch eine Galapagos Wandmalerei hinter dem Altar. Wer ist schon in der Kirche Pinguinen, Seepferdchen und Stränden begegnet?


Ein Überbleibsel aus besseren Zeiten: Hostelanlage, die zum Verkauf steht (längst nicht die einzige Liegenschaft) und schon halb zerfallen ist. Ich denke, da ist die Pandemie nicht unschuldig. Auf der Insel sind nur noch Leute, die ein Haus besitzen. Alle Fremdarbeiter sind auf dem Festland. Das wenige, was sich an Touristen bis hier her wagt, kann von den Einheimischen betreut werden. Viele Hotels, Hostels, Restaurants, Läden... stehen leer.


Puerto Villamils Hafen ist bekannt für einfache Tierbeobachtungen. Da ist zum Beispiel die Concha de Perla (Perlmuschel), ein für Boote abgesperrter Teil des Hafens, in dem man auch schnorcheln kann.








Bei den Anlegestegen selber sind auch viele Tiere zu beobachten.








Dieser Blaufusstölpel hat sich nach mir nieder gelassen!




Unter den Bäumen flätzen die Menschen und die Seelöwen - die Zeit steht still - das Internet meistens auch...