Sonntag, 21. Februar 2021

Playa Blanca mit dem Auto

Viele Ausflugsboote bringen die Touristen an die Playa Blanca auf der Halbinsel Barù zum Baden und Schnorcheln. Wir wollen den Strand mit dem Auto besuchen. Am ersten Tag, als wir hinfahren wollten, sassen wir 30 Minuten im Stau. Da es bereits nach Mittag war, kehrten wir wieder um. Am nächsten Tag versuchen wir es nochmal. Wegen Pico y Placa (Autonummern, die mit 1 und 2 enden, dürfen erst ab 10 Uhr fahren) landen wir grad wieder im Stau. Mit anderen PWs (die meisten waren Taxis) schlängeln wir uns durch eine Einbahn in falscher Fahrtrichtung vom Stau weg und können danach (fast) reibungslos nach Barù fahren. Anmerkung: Heute haben wir erfahren, dass der Stau von den Lastwagenfahrern herrührte, die gegen die Strassengebühren protestieren, die sie bezahlen müssen und Busse und Taxis nicht... 
Bereits bei der Überquerung des Kanals, der Cartagena mit dem Rio Magdalena verbindet (ähnlich dem Panama Kanal), begegnen wir den ersten Schleppern.


Noch in keinem Land, das wir auf unseren Reisen besucht haben, erlebten wir sowas: Entweder existiert sowieso eine Verkehrsverlangsamung wie vor der Brücke über den Kanal, oder man legt irgend ein dickes Hanfseil über die Strasse, so dass die Autos langsamer fahren müssen. Dann stehen die Männer mit Plakaten mit Bildern ihres Ausfluges, in unserem Fall der Playa Blanca und irgendeinem Familien Restaurant mitten auf die Strasse vor das Auto und lassen einen kaum passieren. Bei den letzten solchen Schleppern fuhren wir hupend weiter und die Männer sprangen erst in allerletzter Sekunde vom Auto weg. Aus so einer "Strassensperre" folgt uns sogar ein Töfffahrer und er gab uns zu verstehen, dass wir mit ihm fahren müssen und es mit dem Auto unmöglich ist... Wir geben etwas Gas und weg ist er. Danach ein letztes Mal bei der Abzweigung von der Teerstrasse über die Piste hat es wieder eine grosse Gruppe Töfftaxis, die uns den Weg versperren wollen. Dieses Mal geben wir einfach Gas und fahren unseren Weg weiter. Klar hat es auf der Piste auch Löcher und es rumpelt sehr. Aber nichts Dramatisches . Und als wir auf dem Parkplatz ankommen hat es schon 15 Autos und 5 Kleinbusse dort.... Also absolut kein Problem mit dem PW an die Playa Blanca zu fahren!
Der Parkplatz kostet 15 000 Pesos (4 SFr) für den ganzen Tag und das bezahlen auch Einheimische. Danach spazieren wir (fast) unbehelligt an den Strand. Man soll natürlich Hüte, Zigarren, Schleckzeug, Bier kaufen oder zu diesem oder dem anderen ins Restaurant kommen oder den gratis Stuhl am Schatten nehmen, nur konsumieren wird erwünscht... Wir schaffen es auch da mit "no quiero nada" uns eines der raren Plätzchen ganz am Rande des Strandes zu sichern.




Zum Schnorcheln ist es ein bisschen trüb, die Korallen sind von den Touristenfüssen kaputt, Fische hat es ziemlich viele und sogar einen Rochen habe ich gesehen, habe aber die Kamera nicht dabei, da der Rahmen beim letzten Schnorcheln kaputt gegangen ist.
Die Playa Blanca heisst so wegen des schönen weissen Sandes. Der Strand wäre wirklich sehr schön, nur ist er total voll gestopft mit Restaurants, Schirmen und Stühlen.






Neues Baumaterial wird angeliefert.


Hmmm... 

Fazit: Schöner Strand, aber typisch kolumbianisch verbaut und überbelegt, schade! Ausserdem einmal mehr zu viele PoserInnen!
Auf der Heimfahrt lassen uns die Schlepper in Ruhe...



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