Sonntag, 14. Februar 2021

Sierra Nevada de Santa Marta

Die Sierra Nevada de Santa Marta, das 20 km2 grosse Biosphärenreservat besuchen wir nur am Rande.


Die verschiedenen Stämme der Ureinwohner (Kogui, Arhuacos, Kankuamo...) lassen sich in ihrem jungsteinzeitlichen Lebensstil nicht vom zivilisierten Leben beeinflussen. Sie werden hin und wieder in den Dörfern an der Küste gesichtet. Angezogen in weiss und meist mit Gummistiefeln und einer hier typischen gewobenen Umhängetasche.


Diese Umhängetaschen werden von fast allen Männern in Palomino getragen. Unser Vermieter hat mit der Tasche umgehängt den Garten gepflegt, sein Schwiegersohn trug beim Spielen der Querflöte im Garten seine Tasche...

Nur gerade 42 km von der karibischen Küste entfernt erhebt sich der grösste Berg von Kolumbien, der Pico Cristóbal Colón mit seinen 5775 müM, daneben der Pico Bolívar, der einen Meter weniger hoch ist. Meist verstecken sich diese Riesen hinter den Wolken. Aber heute zeigen sie sich uns in voller Pracht.


Im Urwald der Sierra Nevada gibt es viele Vogelarten, Affen... und eine verlorene (wieder gefundene) Stadt, die über mehrere Tagesmärsche erreichbar wäre.  1976 von Forschern entdeckt, verfügt die Stadt über ein erstaunlich fortgeschrittenes Kanalsystem, das Regenwasser durch die Stadt und die Terrassen transportiert. Ausserdem gibt es Petroglyphen und Höhlenmalereien zu bestaunen. Aber eben, der Weg hin ist sehr beschwerlich und nicht unser Ziel.
Einfacher und immer wieder schön ist ein Strandspaziergang. In Richtung Osten (Venezuela) kann man ca 1 1/2 h wandern, bis zu einem Felsabschnitt, wo es dann nicht mehr weiter geht. Der Rio San Salvador mündet hier in zwei Flussläufen ins Meer, das heisst im Moment (wahrscheinlich Gezeiten abhängig) verhindert die Sandbank die Verbindung des Flusses mit dem Meer.

















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