Dienstag, 17. Dezember 2024

Acatenango und Fuego Tour

Das Packen für die Tour ist für M mühsam, weil vieles fehlt. Ich kann gerade mal mit einem Paar Socken und meiner Skiunterhose aushelfen. Am Plaza San Sebastian werden wir mit dem Minibus abgeholt.


Bei der Home Base von Elvin dem Besitzer  in San Josè Calderas erhalten die TourteilnehmerInnen erst mal ein reichhaltiges Frühstück, während wir über die Tour informiert werden.


Glücklicherweise ist die Auswahl von Mietkleidern und Gegenständen gross. So ergattert sich M eine zusätzliche Hose, eine Softshelljacke und Bergstöcke. Weiteres Briefing durch Elvin.


Noch ein Gruppenbild mit den Guides und es kann los gehen.



1520 hm liegen vor uns.


Im Wald ist es ziemlich feucht und rutschig, die Stöcke leisten gute Dienste. Die unterschiedliche physische Kondition der Teilnehmenden teilt die Gruppe bald auf, und wir können mit einem guatemaltekischen Futsal Team zusammen rapido hoch wandern.



Wer nicht mehr mag kann sich ein Pferd mieten.




Die Blüte des Hahnfuss- oder Teufelsbaums soll gut für die Augen sein.




Nebelwald


Nadelwald



Und immer wieder Stopps. Heute geht ein kühler Wind, nur an der Sonne ist es angenehm warm.





Immer näher kommen wir dem Fuego.



Im Campo Base angekommen. Die Holzverschläge sind  gerade mal so breit, dass 4 Personen nebeneinander sich gleichzeitig drehen müssen in der Nacht... Wir haben das Glück und bleiben nur zu 2. Das heisst jedes von uns hat 2 Schlafsäcke für sich! Was für ein Luxus.
Und endlich: Das Gepäck sei in Guatemala Flughafen angekommen und soll in unsere Unterkunft gebracht werden!

So bequem haben wir Sicht auf den Fuego, der heute sehr aktiv ist und alle paar Minuten ausbricht - ein eindrückliches Schauspiel.



Fuego...


...und Vulkan Agua (erloschen).


Sobald die Sonne tiefer steht, wird es empfindlich kälter. Willkommen ist da die heisse Schokolade und ein feines Gebäck zum Zvieri. Schon bald packen wir uns warm ein und ziehen los, um den Sonnenuntergang zu geniessen.



Die Kapuze kann die Kappe mehr schlecht als recht ersetzen.




Vom Camp aus geht die Show weiter, wir sitzen hinter der Scheibe und springen raus, wenn Fuego zu feuern beginnt.



Am nächsten Tag starten wir mit Stirnlampen bei starkem Nebel und viel Wind in Richtung  Gipfel des Acatenango mit Ziel Sonnenaufgang. Bereits beim Aufstieg zeigt sich: Garstiger kann das Wetter nicht sein. Es regnet aus dem Nebel, es ist kalt, schätze um die 5°, die Handschuhe sind ziemlich schnell nass, die Hände klamm, die Nase tropft ohne Unterbruch und der Wind gibt allem noch den Rest. Statt dass wir in unserem Tempo aufsteigen können, müssen wir immer wieder anhalten, weil viele überfordert sind mit aufsteigen im Vulkansand und klettern über die nassen Felsen. Für uns fühlt es sich an, wie im Schnee zu wandern, mit den Stöcken jedoch kein Problem. Auf dem Gipfel des Acatenango auf 3976 müM. Angekommen weht es uns fast weg, so stark weht der Wind. Nur kurz setzen wir uns auf der Wind abgekehrten Seite, um auf die aufgehende Sonne zu warten.



Da entscheiden die Guides aus Sicherheitsgründen wieder abzusteigen – alle sind sehr froh darüber!

Im Basecamp erwartet uns warmer Kaffee und ein einfaches Frühstück und die Sonne drückt doch zwei-drei Mal rot durch die Wolken. Vom Fuego keine Spur, alles im Nebel. Also nasse Kleidung ausziehen und ab in den Schlafsack!

Bald gibt es noch ein letztes Gruppenfoto und wir steigen ab. Heute ist der ganze Weg nass und rutschig und alle 600 Leute scheinen gleichzeitig absteigen zu wollen – sowas von Overtourism! Wir beide geben Gas und überholen, bis wir fast alle hinter uns gelassen haben 😊 Auch die Futsal Jungs sind wieder dabei. Wir haben’s lustig zusammen! Sie staunen ab dem fitten Schweizer Oldie Paar!





Zurück in unserem Hostel kommt die Ernüchterung: Der Koffer ist immer noch nicht da! Auf das Nachfragen hin kommt nur: Let me check und danach nie mehr was…

Wir ziehen nochmal los um im Mc Donalds was Kleines zu essen. Zwei Stunden später steht doch endlich der Koffer da! Drei Tage verspätet! Endlich, auch M kann ab sofort die Reise in volle Zügen geniessen!

 


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